Shiro Karte Dojo Flensburg

Thomas Schulze in Kiel 26.09.15

Ein sonniger Vormittag versüßte die Anfahrt nach Kiel ins Uni-Dojo. Der dortige Dojoleiter Dago hatte wieder Thomas Schulze, DJKB-National-Coach und Stützpunkttrainer Nord und mittlerweile 6. Dan, für einen Lehrgang in Kiel gewinnen können.

Leider hat sich die schon im letzten Jahr aufgezeigte Tendenz des Teilnehmerschwundes in der Unterstufe auch dieses Jahr fortgesetzt. Ganz 7 (in Worten: „sieben“) Personen zählte die Unterstufeneinheit. Glücklicher weise haben einige Brau- und Schwarzgurte auch bei diesen Einheiten teilgenommen, so dass die Halle nicht mehr ganz so leer aussah.

Da nur zwei Prüflinge an diesem Tag vorhanden waren, prüfte Schulze diese direkt in der Unterstufeneinheit. Mark hat dabei erfolgreich die Prüfung zum 4. Kyu (zweiter Blaugurt) absolviert.

Die Oberstufe war dagegen, wie schon die letzten Jahre, mit circa 40 Teilnehmern sehr gut besucht. Vom 4. Kyu bis 6. Dan erstreckte sich das Graduierungsfeld.

Das Training begann mit lockeren und sich langsam steigernden 10er-Sätzen Choku-Tsuki.

Die dann für die nächsten Stunden folgenden Kombinationen beruhten dann, wie auch die Jahre zuvor, auf drei Basistechniken - diesmal waren es Kisami-Tsuki, Gyaku-Tsuki und Mae-Geri gepaart mit verkürzter Zenkutsu-Dachi / Sanchin-Dachi (Körperschwerpunkt eher auf dem hinteren Bein). Und, wie auch die letzten Jahre, waren diese drei Techniken auch dieses Mal wieder völlig ausreichend, um den Lehrgang kurzweilig, anspruchsvoll und schweißtreibend zu gestalten.

In der zweiten Einheit der Oberstufe war dem Thema Kata gewidmet.

Nach Absolvierung aller fünf Sentai-Katas (Bassa-Dai, Jion, Empi, Kanku-Dai, Hangetsu) ging Schulze auf die Kata Jitte ein. Diese Kata wurde von ihm in die einzelnen Techniken zerlegt und daraus ein Ablauf konstruiert, in dem jede dieser Techniken nur einmal vorkam. Dieser Ablauf wurde dann immer und immer wieder geübt, zwischendrin dann aber auch die ganze Kata in der Normalform, teilweise auch mit Ausrichtungsänderung der Startposition von 45° und 135°.

Des Weiteren wurde zu jeder Technik von Jitte eine Bunkaiform gezeigt. Diese Bunkaiformen kombinierte Schulze dann auch so, dass diese aneinander gereiht eine Ablaufform ergaben (circa. 13 Techniken). Auch diese wurde zig Male immer gleich und im Wechsel mit dem Partner angewendet. Dabei erklärte Schulze den Ablauf der vielen Techniken unermüdlich laut und klar aufs Neue, damit möglichst niemand ernsthafte Schwierigkeiten hatte, die komplexe Reihenfolge zu behalten. Leider ist dies bei anderen Lehrgängen nicht immer der Fall.

Als wir am Ende, nach „gefühlten 58 Durchläufen Jitte“, uns wieder zur Kata aufstellen sollten, sagte Schulze unerwarteter weise „Bassa-Dai“. Diese Abwechslung nahmen die Teilnehmer gerne an.

Die zweite Einheit endete mit Tsuki-Kombinationen (Kisami-Tsuki und Gyaku-Tsuki), dann Cool-Down.

Oss.

Frank Konietzko

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